Kurs für angewandte Entwicklungskinesiologie bei bewegungsgestörten Erwachsenen und Jugendlichen nach Vojta

Die Kurse dieser Weiterbildung vermitteln die theoretischen und praktischen Fertigkeiten, die zur Befunderhebung und anschließenden praktischen Durchführung der Vojta-Therapie bei bewegungsgestörten Jugendlichen und Erwachsenen erforderlich sind.

Die Kurse bestehen aus theoretischen und praktischen Einheiten, wobei die praktische Arbeit, vor allem am Patienten, im Vordergrund steht.

Die theoretischen Kursteile werden von der Internationalen Vojta Gesellschaft e.V. (IVG) anerkannten ärztlichen Referenten vermittelt und finden für alle Kursteilnehmer in der Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V. in München statt.

Die praktischen Kursteile werden von der Internationalen Vojta Gesellschaft e.V. (IVG) anerkannten Vojta-Lehrtherapeuten unterrichtet und die Kursteilnehmer sind jeweils verteilt auf verschiedene, von der Internationalen Vojta Gesellschaft e.V. (IVG) anerkannte, Weiterbildungsstellen in Deutschland.


Theoretische Themen dieser Weiterbildung

Physiotherapeutischer Teil

  • Die Entwicklung der Aufrichtungsmechanismen bis zur selbständigen bipedalen Fortbewegung und deren Bedeutung im Erwachsenenalter.
  • Prinzipien der Befundaufnahme bei einem Jugendlichen und Erwachsenen:
    Kinesiologische Analyse, Definition der Lokomotionsstadien und Durchführung einer Ganganalyse.
  • Die Inhalte der therapeutisch angewendeten Koordinationskomplexe Reflexkriechen und Reflexumdrehen.
  • Die kinesiologischen und muskulären Inhalte der beiden Koordinationskomplexe.
  • Grundsätzliches zur Anleitung von Angehörigen, Bezugspersonen, etc.
  • Anwendung der Vojta-Therapie bei Patienten mit neurologischen und orthopädischen Krankheitsbildern wie z.B. Querschnittlähmung, Polytraumen, Bandscheibenprolaps, rheumatischen und degenerativen Erkrankungen, Hüft- und Kniegelenkserkrankungen, Skoliosen u.a. mehr.
  • Grundsätzliches zur Hilfsmittelversorgung.
  • Die Vojta-Therapie in Kombination mit anderen Therapien in der motorischen Rehabilitation erwachsener Patienten.
Ärztlicher Teil
  • Reflexfortbewegung als allgemeines Behandlungsprinzip in der motorischen Rehabilitation.
  • Die neurologische Propädeutik und der neurologische Kurzbefund.
  • Grundsätzliches zur Bahnung beim Erwachsenen.
  • Periphere Paresen und transversale Läsionen.
  • Die Evolution des Kreuzganges und die Biologie der Vojta-Kriechbewegung.
  • Vojta-Therapie bei MS-Patienten und festgestellte Verbesserungseffekte.
  • Die motorische Rehabilitation mit der Vojta-Therapie bei orthopädischen Krankheitsbildern, z.B. bei der Skoliose.
  • Das Hemi-Syndrom und die Aphasie.
  • Neuromuskuläre Erkrankungen im Erwachsenenalter.
  • Das apallische Durchgangssyndrom.

Praktische Themen der Weiterbildung

Der praktische Teil der Weiterbildung findet in Kliniken oder Rehabilitationszentren statt, die sich in der Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen orientieren und befasst sich mit der praktischen Anwendung der Vojta-Therapie am Patienten.

Sämtliche, im theoretischen Unterricht angesprochenen Themenbereiche werden hier umgesetzt. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, unter Anleitung eines Lehrtherapeuten, Patienten verschiedener Diagnosen zu behandeln. Eine überschaubare Gruppenstärke führt zu einer hohen Übungsfrequenz eines jeden Teilnehmers.

Inhalte der praktischen Weiterbildung sind unter anderem:

  • Anleitung in der Befundaufnahme des Patienten mittels der kinesiologischen Analyse.
  • Definition und Beurteilung von Abweichungen in der Spontanmotorik des Patienten und ihre funktionellen Auswirkungen.
  • Erarbeitung des Hauptmangels des Patienten mit anschließender Definition des therapeutischen Nah- und Fernzieles zur Gestaltung eines effizienten Therapieprogrammes mittels der Reflexlokomotion.
  • Praktische Anwendung der beiden Lokomotionskomplexe Reflexkriechen und Reflexumdrehen mit allen Variationen. Dies geschieht vor allem am Patienten, aber auch durch Üben der Kursteilnehmer untereinander.
  • Beurteilung der Reaktionen des Patienten und sein Ausweichverhalten unter Therapiedurchführung mit entsprechender korrigierender Begleitung eines Vojta-Lehrtherapeuten.
  • Vergleichende Beurteilung der Spontanmotorik des Patienten vor und nach Anwendung der Reflexlokomotion.
  • Hinführung zu einer strikt befundorientierten Auswahl der zur Anwendung kommenden Therapieinhalte.
  • Regelmäßige Korrektur des einzelnen Teilnehmers durch den jeweiligen Vojta-Lehrtherapeuten in der praktischen Arbeit. Information des Teilnehmers zu seinen Leistungsmerkmalen am Ende jeden Praxistages.

Folgende Bewerbungsunterlagen sind erforderlich

1. Lebenslauf mit Bildungsgang
2. 2 Lichtbilder mit Namen auf der Rückseite
3. Kopie der staatlichen Anerkennung als Physiotherapeutln
4. Eigener Bericht der derzeitigen Tätigkeitsmerkmale
5. Auflistung der von Ihnen in den letzten 2 Jahren absolvierten Fortbildungen

Diese Weiterbildung wird von der Internationalen Vojta Gesellschaft – IVG e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V., dem Deutschen Verband für Physiotherapie - Zentralverband der Physiotherapeuten – ZVK e.V. und dem Bundesverband selbständiger Physiotherapeuten – IFK e.V. durchgeführt. Näheres ist in den Teilnahmebedingungen geregelt.

Ihre Bewerbung um einen Kursplatz können Sie einreichen bei:

Kursorganisation
Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit
des Kindes und Jugendlichen e.V.
Heiglhofstraße 67
D-81377 München
Telefon: 089 / 724 968-11
Fax: 089 / 724 968-20
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