Buch: Das Kind in der Vojta Therapie – H. OrthRundum die Vojta-Therapie stellen sich besonders den Eltern eine ganze Reihe von Fragen. Die häufigsten Fragen und kompetente Antworten darauf hat die Physiotherapeutin Heidi Orth in ihrem Buch "Das Kind in der Vojta-Therapie" zusammengestellt. Sie hat unter anderem die Facharbeitsgemeinschaft Vojta im Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymasten (ZVK) aufgebaut und ist Gründungsmitglied der Internationalen Vojta Gesellschaft e.V.

Hier ein Auszug der Fragen und Antworten aus dem Buch:

Frage 4: Kann man als Eltern die Vojta-Therapie überhaupt erlernen?

Ja, das kann man. Viele Mütter und Väter haben das inzwischen erfolgreich geschafft. Therapeuten leiten Eltern nach ihren Möglichkeiten an. Es wird von Eltern keine Perfektion erwartet.

Frage 7: Tut es meinem Kind weh?

Wenn die Therapie regelrecht und den Bedürfnissen des Kindes angepasst eingesetzt wird, dürfen keine Schmerzen entstehen.

Schmerzen sind kontraindiziert, denn sie würden Informationsübertragung im Zentralnervensystem blockieren.

Frage 10: Kann ich auch falsche Bewegungen aktivieren?

Ja, das kann passieren, deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle durch die behandelnde Therapeutin so wichtig. Sie lernen auf diese Weise, Ausweichbewegungen von gewünschten Bewegungsantworten zu unterscheiden.

Frage 32: Wenn wir mehr als viermal täglich behandeln, können wir dann mehr bewirken und die gesamte Therapiedauer abkürzen?

Nein, das ist nicht möglich. Es hat sich gezeigt, dass die Dosierung viermal auf den Tag verteilt den besten Erfolg zeigt. Ein Kind braucht die Zwischenzeiten, um die Verfügbarkeit der Bewegungsprogramme in seiner Spontanmotorik einzusetzen.

Frage 34: Unser Kind ist 3 Monate alt und verschluckt sich beim Essen sehr häufig. Irgendwie hat es offensichtlich Schwierigkeiten, Schlucken und Atmen zu koordinieren. Unsere Therapeutin sagte uns, dass wir mit der Reflexlokomotion diese Koordination aktivieren. Ist es ratsam, im Anschluss an die Therapie zu füttern?

Diese Vorgehensweise macht durchaus Sinn, denn in der Therapie wird die Koordination von Atmung und Schlucken angesprochen und kann gleich im Anschluss spontan eingesetzt werden.

Frage 46: Macht es Sinn, die Vojta-Therapie mit anderen Therapien zu ergänzen?

Ja, dies macht durchaus Sinn. Die Vojta-Therapie kann die motorischen Voraussetzungen aktivieren und bietet deshalb beispielsweise eine Gute Grundlage für Logopädie, Heilpädagogik oder Ergotherapie.

 

Buch: Das Kind in der Vojta Therapie – H. OrthDen vollständigen Fragen-Antworten Katalog finden Sie im Buch von
Heidi Orth, "Das Kind in der Vojta-Therapie", 2. Auflage 2011
© Elsevier GmbH, Urban & Fischer, München

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